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  • Berlins neuer Shoppingpalast

    Am Donnerstag eröffnete mit zu erwartender Verspätung Berlins neuester Einkaufspalast. Über eine Milliarde Euro ließ der Investor Harald Huth in dieses Einkaufsparadies, einem Hotel, in Wohnungen und Büros verbauen. Der Ansturm war gigantisch. Alle wollten sehen, was Investoren, Baufirmen und Presse der Öffentlichkeit im Vorfeld versprochen hatten. Einkaufen der Superlative vom kleinen Geldbeutel bis zur Goldenen Kreditkarte. Wohnen in exklusivster Lage einer Weltstadt und Ansehen in Europa unter Verwendung architektonischer Besonderheiten. So kann man in den Lichthöfen Bilder vergangener Zeiten anschauen, goldene Zeiten früheren Einkaufsfeelings zu Wertheims Glanzzeiten.
    Allerdings hat alles Neue und Gute immer auch einen Wermutstropfen. Der Tropfen des neuen Shoppingpalastes am Leipziger Platz heißt Verkehrschaos. Seit dem Eröffnungstag quält sich der Autofahrer zeitweise schon von Reichpietschufer über den Potsdamer Platz um dann mitten auf der Kreuzung von Linksabbiegern zur Mall of Berlin, wie das Einkaufscenter nun heißt, ausgebremst zu werden. Die Folge, die Autos aus der Ebert- und der Stresemannstraße können die Leipziger Straße nicht mehr passieren. Meine Fahrt von der Arbeit nach Hause dauert nun an jedem Abend bis zu fünfzehn Minuten länger. Schilder mit Hinweisen zu den Parkhauseinfahrten des Centers suchte ich vergeblich, man kann also den Besuchern nicht einmal vorwerfen absichtlich den Verkehr auszubremsen. Die Verkehrslenkung muss hier dringend mit dem Betreiber eine Lösung finden, sonst ist der potenzielle Käufer, gleich ob Berliner oder Tourist, schnell genauso genervt wie der Autofahrer.

  • Der Auftritt der Gestrigkeit

    Am Samstag hat die Gestrigkeit ihren großen Auftritt. Eine neuerliche Demo wird die Berliner Autofahrer in der Innenstadt nerven. Nun sind manche Demos ja durchaus sinnvoll, ja, sogar notwendig. Die morgige allerdings ist absolut überflüssig. Ewig gestrige Konservative demonstrieren für den Rückschritt in die Anfangszeiten des vergangenen Jahrhunderts. Die Errungenschaften rund um das Leben und die Familie sollen abgeschafft werden. Eine Demonstration gegen Abtreibung, gegen freie Familienplanung, gegen Homosexualität, Feminismus und anderes mehr. Weltfremder kann wohl kein Mensch sein. Dabei geht es hier nicht mehr um Religion allein. Es geht um einseitiges nationalistisches Denken, um „Reinheit des Menschentums“, es geht um das Verlangen ein altes Buch als Grundlage für alles Lebende zu nutzen, ein Buch, dessen zweifelhafte Interpretation gleich noch mitgeliefert wird. Es ist ungeheuerlich, Abtreibungen als eine Form von Euthanasie zu bezeichnen. Allein dieses Wort ruft böse Erinnerungen wach. Wohin soll das führen? Ich kann nur hoffen, das möglichst viele der 4000 „verirrten“ Teilnehmer vom Vorjahr inzwischen aufgewacht sind. Der Begriff „Lebensschutz“ ist als Motto für eine solche Art von Demonstration nur blanker Hohn.

  • Der Auftritt der Piggy-Band

    Nachdem die Unterhaltungsshow „Rising Star“ gerade mal eine gute Million Zuschauer hatte wurde sie nun vom TV-Sender RTL abgesetzt. Der deutsche Fernsehgucker hat einfach die Nase voll von immerwährend gleichen Formaten berieselt zu werden die sich nur in Kleinigkeiten im Ablauf oder in der Bühnendekoration vom Rest unterscheiden und von teils erschreckenden Gesangstalenten auf deren Kosten sich Jurys und Zuschauer lustig machen sollten oder konnten.

    Zeitnah trat nun die „Piggy-Band“ bei America´s got Talent 2014 mit einer Version des Hiterfolges „It´s raining men“ auf. Frontsängerin Miss Piggy, bekannt aus diversen Filmen und der legendären Muppets-Show verpflichtete als Backround die Sängerin Mel B, ehemals Mitglied der Girlgroup Spicegirls und das Model Heidi Klum. Hätten sie sich nur früher in einer der Shows beworben. Die Qualität derselben wäre enorm gestiegen und wer weiß, vielleicht hätte man die eine oder andere Show doch im Programm gelassen wegen wahrer Unterhaltung zum Feierabend. Schlechter kann Fernsehen ja schließlich nicht mehr werden.

    Wer den Auftritt verpasst hat, kann ihn sich hier ja noch ansehen:
    http://www.youtube.com/watch?v=obrZpPfODTA

  • Rettung für den Feierabend

    Wie jeden Samstag freute ich mich auf das Wochenende. Nur noch den letzten etwas kürzeren Arbeitstag hinter mich bringen und dann endlich einen gemütlichen Abend zu Hause verbringen, Freunde besuchen oder ins Kino gehen ohne den Gedanken im Kopf, morgen wieder früh aus dem Haus zu müssen. Sonntag - ein Wort, das nach einem ausgiebigen Frühstück Faulenzen verspricht, gemütliches Chillen vor dem Fernseher oder einen Spaziergang durch das benachbarte Erholungsgebiet...

    Heute ist Sonntag. Später aufgestanden und wie gedacht, länger gefrühstückt. Dann passierte der allwöchentliche Fehler. Zwischendurch schnell im Büro den PC hochgefahren und nach den Mails geschaut. Dabei fiel mein Blick auf die Ablage neben meinem Schreibtisch und ehe ich noch richtig wahrnahm was ich tat, saß ich schon an der Erledigung meiner Buchhaltung. Flucht hätte keinen Sinn gehabt, da ich von jeher ein Problem mit „unerledigten Dingen im Kopf“ habe. Nebenbei wuselten die Spiderwicks über den Bildschirm und ich unterbrach meine Arbeit nur, um mir eine neue Tasse Kaffee aus der Küche zu holen.

    Jetzt ist es halb Sechs. Meine Arbeit ist getan und es geht endlich in den Feierabend. Mein freies Wochenende dauert also weniger als sieben Stunden wenn ich die Schlafenszeit nicht mitrechne.
    Oft frage ich mich, wie ich meinen Feierabend retten kann. Ich denke, mit der Erledigung meiner Arbeit habe ich es getan denn nur dann kann ich mich entspannt zurück lehnen und die wenige Zeit wirklich genießen.

  • Das Katzenhaus von Falkenberg

    Als Katzenliebhaber dreht sich mir immer das Herz um, wenn ich lesen muss, dass derzeit das Katzenhaus im Falkenberger Tierheim ratzevoll ist. Allein in den letzten drei Wochen gab es fast einhundert Neuzugänge. Ältere Tiere werden einfach gegen jüngere ausgetauscht oder die Halter informierten sich nicht vor der Anschaffung über den Aufwand der Pflege und die Bedürfnisse eines Stubentigers und geben sie dann einfach mal im Tierheim ab. Gelegentlich besuchen wir die Katzen im Tierheim. Wenn ich die Tiere dort sehe, würde ich gern alle mitnehmen, doch da mein Lebensgefährte Allergiker ist, ist das leider nicht möglich. So bleibt mir nur das Schenken von Streicheleinheiten und das Genießen des zufriedenen Schnurrens.
    Der Tierschutzverein fordert schon lange eine Verpflichtung zur Kastration, zumindest von Katzen mit Freigang um der Population Herr zu werden und damit vielen kleinen und älteren Fellträgern ein Aufenthalt oder gar die Endstation in einem Tierheim erspart bleibt. Bis dahin werden wohl noch etliche Katzen im Tierheim abgegeben werden, die mit großen neugierigen Augen die Besucher anschauen und auf eine streichelnde Hand hoffen.

  • Homo-Heiler?

    Offenbar gibt es immer noch dumme Menschen auf der Welt, die Homosexualität für eine Krankheit halten und daran glauben, man könne einen homosexuellen Menschen zu einem Heterosexuellen umpolen. Gefährlich wird es, wenn sektenähnliche Gemeinschaften zum Halali für die Umwandlung von Schwulen und Lesben blasen. Ursprung ist wie vieles in unserem Land wieder einmal Amerika, wo sogenannte Reorientierungstherapien angeboten werden. Erfolgreich können solche Therapien ganz sicher nicht sein. Eine sexuelle Veranlagung ist nun einmal unabänderlich. Wer sich dennoch auf solche ominösen „Seelsorge-Programme“ einlässt verfällt nicht selten in tiefe Depressionen die im schlimmsten Falle bis zum Selbstmord führen können.
    Organisationen wie die Lukas-Gemeinde oder Wüstenstrom propagieren selbstherrlich ihre Ansicht gelebte Homosexualität sei Sünde. Was hier allerdings wirklich Sünde ist, ist die Arroganz und Anmaßung dieser Menschen über die Lebensführung anderer Menschen zu urteilen.
    Offen bleibt die Frage wer wirklich geheilt werden muss.

  • Warum eine Diätenerhöhung Diebstahl am Volk ist

    Schnell. Schneller. Am Schnellsten. Dieses Mal haben sich unsere Politiker selbst übertroffen. Nur drei Tage nach der Wahl gönnen sich Merkel & Co. mehr Geld. Geld, das der deutsche Arbeitende erst verdienen, dann versteuern muss. Aus der Versteuerung bezahlt der Staat im Namen des Volkes die Politiker. Doch die erhöhten Diätengelder fehlen dem Bürger, denn wenn die Staatsgelder nicht reichen – und das tun sie nie, weil an irgendeiner Stelle immer Geld fehlt – werden Steuern erhöht, mehr oder weniger offensichtlich. Geschenke macht ein Staat nicht. Er lässt sich alles bezahlen. Doch mehr Steuern bedeuten weniger Geld in der Haushaltskasse und das wiederum weniger Konsum in dessen Folge die Mehrwertsteuereinnahmen schrumpfen. Darum ist eine Diätenerhöhung Diebstahl am Volk und der Steuerzahler hat letztendlich seinen eigenen Ausbeuter gewählt.

  • O Gott! Schwule im Vatikan!

    Eine ARD-Reportage hat es enthüllt. Im Vatikan gibt es Schwule. Wie neu ist das denn? Es gibt nicht wirklich noch Menschen in unserem Land, die glauben, Callboys bei den Priestern seien Ausnahmen, oder?!
    Homosexualität in Kirchenkreisen ist in meinen Augen nichts Verwerfliches, nur sollte die Kirche auch dazu stehen und sie nicht permanent bestreiten. Unsere Welt ist aufgeklärt genug und sollte in der Lage sein damit umgehen zu können.
    Das Perfide allerdings ist der Missbrauch von Minderjährigen und Schutzbefohlenen innerhalb der Kirche in Tausenden Fällen und ich glaube, dass ist der eigentliche Grund der permanenten Verleumdung.

  • Wie man Europa vereinen kann

    Conchita Wurst hat es allen gezeigt. Es ist egal wer oder was man ist. Besser kann man den Begriff Toleranz nicht repräsentieren. Der verdiente Sieg beim ESC ist das I-Tüpfelchen auf dem Konsens Talent und Mut zum Anderssein. Bei ihr stimmt das Gesamtpaket inclusive oder gerade wegen ihrer Ungewöhnlichkeit. Man muss sie lieben. Egal ob man schwul, lesbisch, hetero oder Transgender ist. Conchita hat Europa vereint.

  • Das Vermächtnis des Dr. Tod

    Kaum ein Mensch ist so umstritten in aller Munde wie Gunter von Hagen mit seinem Lebenswerk. Die Körperwelten-Ausstellungen in aller Welt allerdings sprechen für ihn. Auch ich habe eine seiner Ausstellungen besucht und fand sie recht interessant und keineswegs abstoßend. Ob man die Ausstellung gut findet oder nicht muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke nicht, das es geschmacklos ist, tote Körper zu plastinieren, sofern seine Eigentümer zu Lebzeiten damit einverstanden waren.
    Nun hat Dr. Tod sein Vermächtnis bekannt gegeben. Er selbst wolle ausgestellt werden und seine Frau soll dieses nach seinem Ableben in die Wege leiten. Passenderweise will er in seinem neu entstehenden Museum unter dem Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz aufgestellt werden.
    Besser kann er für sein Unternehmen wirklich keine steigenden Umsätze im Voraus planen. Denn in den bisherigen Ausstellungen sahen die Besucher „nur“ anonyme Plastinatskörper. Mit Gunter von Hagen erhält erstmals ein Plastinat ein Gesicht und die Möglichkeit der Vorher-Nachherbetrachtung wird zwangsläufig die Besucherzahlen in die Höhe treiben und damit die Kasse der Witwe klingeln lassen. Auch hier werden sich die Pro- und Kontrameinungen sicher den Weg in die Öffentlichkeit bahnen und auch dabei wird jeder für sich selbst entscheiden müssen, ob die Grenze der Ethik für ihn überschritten worden ist.

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