szmmctag

  • Ich bin was ich bin und nicht das was andere gern hätten

    Man müsste es eigentlich schon Leid sein, sich immer wieder rechtfertigen zu müssen. Doch noch immer gibt es Menschen auf der Welt die ihre eigenen Auffassungen von Ehe, Familie und sexueller Zugehörigkeit haben. Nicht im entferntesten denken sie darüber nach, dass auch sie selbst sich nicht dazu entschieden haben heterosexuell zu sein, sie waren es einfach. Andere sind schwul, lesbisch oder transsexuell und keiner von ihnen hatte die Wahl sich entscheiden können. Am Samstag las ich im Berliner Kurier einen Bericht über einen jungen Libanesen der nach seinem Coming Out von seiner Familie verstoßen wurde. Mehr noch, sein Onkel übergoss ihn mit Benzin und versuchte ihn anzuzünden. Begründet wurde die Tat damit, schwul zu sein wäre eine Todsünde im Islam. Ein Mord aus falsch verstandener Auffassung von Familienehre ist natürlich gerechtfertigt.
    Noch immer haben viele Menschen in der heutigen Zeit nicht begriffen, das keine Religion der Welt ändern wird, dass man ist was man nun einmal ist.
    Auch ich dachte einmal, ich könnte jemand sein, den andere gern hätten. Es hat nicht funktioniert und nur die anderen werden alten Zeiten nachtrauern. Für mich begann eine neue Zeit und das ist gut so.
    Auch für Sami, der eigentlich gebürtiger Berliner mit libanesischen Eltern ist, beginnt eine neue Zeit und ich möchte ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg wünschen.

  • Worauf man sich nun nicht mehr verlassen kann

    Wenn ich mir etwas über das Internet kaufe, checke ich erst einmal den Preis, den Anbieter und die Käuferbewertungen. Ab heute ist das wohl sinnlos. Das Oberlandesgericht München hat einen Käufer dazu verdonnert eine schlechte Bewertung samt seinem Kommentar dazu wieder zu löschen, der die Folge eines Kaufs bei einem Verkäufer über die Internetplattform eBay war. Wenn ein Käufer innerhalb der Möglichkeiten nicht schlecht bewerten darf ist eine Käuferbewertung sinnlos. Der Kunde wird über Qualität des Produkts und schlimmstenfalls auch über die Seriosität des Anbieters im Unklaren gelassen oder aber sogar getäuscht.
    Es ist mir unverständlich wie ein Gericht zu einer solchen Entscheidung kommen konnte. Für eine Kaufentscheidung braucht man schließlich nicht nur gute und auch nicht nur schlechte Bewertungen. Sie begründet sich auf die Gesamtheit der Bewertungen. Im vorliegenden Fall war Justitia wohl wieder einmal blind.

  • Die scheinheilige Ausschreibung

    Die Ausschreibung des Betriebes des Berliner S-Bahnrings ist gelaufen. Es verwundert nicht, das als einziger Bewerber die Deutsche Bahn übrig blieb. Die Ausschreibung selbst war nur nötig um die rechtliche Form zu wahren. Der Gewinner stand von vorn herein fest.
    Stellt sich die Frage, was sich für den Fahrgast nun zum guten ändern soll. Schließlich war die Ausschreibung eine Folge der Krise in die die S-Bahn wegen technischer Probleme und Misswirtschaft bei der Wartung der Züge geraten war. Die ganze Ausschreibung war also nichts als heiße Luft mit einem gewaltigen Schuss Scheinheiligkeit. Der Zahler der Zeche wird wie immer wieder einmal der Fahrgast sein, denn der braucht nun einmal die S-Bahn.

  • Unfallursache Smartphone

    „Pass doch auf!“ schnauzte mich der junge Mann heute morgen auf der Straße an, als beim Zusammenprall mit ihm sein Smartphone im hohen Bogen über die Straße flog.
    Dabei war er es, der nicht auf die Straße sondern auf sein Telefon sah. Einsicht war fehl am Platz. Schließlich hätte ich ja sehen müssen das er gerade nicht sah wohin er lief. Ich konnte noch froh sein das er nicht handgreiflich wurde. Leider war das kein Einzelfall wie auch die Recherchen der BVG und des Berliner Kuriers ergaben. Immer mehr Leute haben im Straßenverkehr nur ihr Kommunikationsgerät im Blick, nicht aber mehr ihre Umgebung. Es wird immer und überall getippt, im Auto, auf dem Gehweg, auf der Fahrbahn und sogar auf dem Fahrrad. Da stellt sich schon die Frage nach einer Bußgelderhebung. Das scheint mir aber etwas übertrieben. Eine Verwarnung müsste eigentlich ausreichen und ein Bußgeld nur bei Kollisionen mit Mensch, Tier oder Fahrzeug verhängt werden.

  • Die braune Dummheit

    Nun ist es soweit. Im Internet wird zur rechten Randale in Berlin geladen. Ein Fest für braune Dummschwätzer. Offiziell als Demo gegen Salafisten und Islamisten getarnt sind sie auf Krawall und Gewalt aus. Die Demo soll das wahre Motiv vertuschen, minder intelligente Menschen mit braunem Gedankengut zu infizieren. Infiltration mit Hilfe von Schlagzeilen über die Probleme im Land als Deckmantel für die Nazigesinnung. Innensenator Henkel will nun prüfen, ob eine rechtliche Möglichkeit besteht die Demo der gefährlichen Mischung aus Hooligans und Nazis zu unterbinden. Ich kann nur hoffen, das es ihm gelingt. Wir dürfen unsere Stadt nicht der braunen Dummheit überlassen.

  • Berlins neuer Shoppingpalast

    Am Donnerstag eröffnete mit zu erwartender Verspätung Berlins neuester Einkaufspalast. Über eine Milliarde Euro ließ der Investor Harald Huth in dieses Einkaufsparadies, einem Hotel, in Wohnungen und Büros verbauen. Der Ansturm war gigantisch. Alle wollten sehen, was Investoren, Baufirmen und Presse der Öffentlichkeit im Vorfeld versprochen hatten. Einkaufen der Superlative vom kleinen Geldbeutel bis zur Goldenen Kreditkarte. Wohnen in exklusivster Lage einer Weltstadt und Ansehen in Europa unter Verwendung architektonischer Besonderheiten. So kann man in den Lichthöfen Bilder vergangener Zeiten anschauen, goldene Zeiten früheren Einkaufsfeelings zu Wertheims Glanzzeiten.
    Allerdings hat alles Neue und Gute immer auch einen Wermutstropfen. Der Tropfen des neuen Shoppingpalastes am Leipziger Platz heißt Verkehrschaos. Seit dem Eröffnungstag quält sich der Autofahrer zeitweise schon von Reichpietschufer über den Potsdamer Platz um dann mitten auf der Kreuzung von Linksabbiegern zur Mall of Berlin, wie das Einkaufscenter nun heißt, ausgebremst zu werden. Die Folge, die Autos aus der Ebert- und der Stresemannstraße können die Leipziger Straße nicht mehr passieren. Meine Fahrt von der Arbeit nach Hause dauert nun an jedem Abend bis zu fünfzehn Minuten länger. Schilder mit Hinweisen zu den Parkhauseinfahrten des Centers suchte ich vergeblich, man kann also den Besuchern nicht einmal vorwerfen absichtlich den Verkehr auszubremsen. Die Verkehrslenkung muss hier dringend mit dem Betreiber eine Lösung finden, sonst ist der potenzielle Käufer, gleich ob Berliner oder Tourist, schnell genauso genervt wie der Autofahrer.

  • Der Auftritt der Gestrigkeit

    Am Samstag hat die Gestrigkeit ihren großen Auftritt. Eine neuerliche Demo wird die Berliner Autofahrer in der Innenstadt nerven. Nun sind manche Demos ja durchaus sinnvoll, ja, sogar notwendig. Die morgige allerdings ist absolut überflüssig. Ewig gestrige Konservative demonstrieren für den Rückschritt in die Anfangszeiten des vergangenen Jahrhunderts. Die Errungenschaften rund um das Leben und die Familie sollen abgeschafft werden. Eine Demonstration gegen Abtreibung, gegen freie Familienplanung, gegen Homosexualität, Feminismus und anderes mehr. Weltfremder kann wohl kein Mensch sein. Dabei geht es hier nicht mehr um Religion allein. Es geht um einseitiges nationalistisches Denken, um „Reinheit des Menschentums“, es geht um das Verlangen ein altes Buch als Grundlage für alles Lebende zu nutzen, ein Buch, dessen zweifelhafte Interpretation gleich noch mitgeliefert wird. Es ist ungeheuerlich, Abtreibungen als eine Form von Euthanasie zu bezeichnen. Allein dieses Wort ruft böse Erinnerungen wach. Wohin soll das führen? Ich kann nur hoffen, das möglichst viele der 4000 „verirrten“ Teilnehmer vom Vorjahr inzwischen aufgewacht sind. Der Begriff „Lebensschutz“ ist als Motto für eine solche Art von Demonstration nur blanker Hohn.

  • Der Auftritt der Piggy-Band

    Nachdem die Unterhaltungsshow „Rising Star“ gerade mal eine gute Million Zuschauer hatte wurde sie nun vom TV-Sender RTL abgesetzt. Der deutsche Fernsehgucker hat einfach die Nase voll von immerwährend gleichen Formaten berieselt zu werden die sich nur in Kleinigkeiten im Ablauf oder in der Bühnendekoration vom Rest unterscheiden und von teils erschreckenden Gesangstalenten auf deren Kosten sich Jurys und Zuschauer lustig machen sollten oder konnten.

    Zeitnah trat nun die „Piggy-Band“ bei America´s got Talent 2014 mit einer Version des Hiterfolges „It´s raining men“ auf. Frontsängerin Miss Piggy, bekannt aus diversen Filmen und der legendären Muppets-Show verpflichtete als Backround die Sängerin Mel B, ehemals Mitglied der Girlgroup Spicegirls und das Model Heidi Klum. Hätten sie sich nur früher in einer der Shows beworben. Die Qualität derselben wäre enorm gestiegen und wer weiß, vielleicht hätte man die eine oder andere Show doch im Programm gelassen wegen wahrer Unterhaltung zum Feierabend. Schlechter kann Fernsehen ja schließlich nicht mehr werden.

    Wer den Auftritt verpasst hat, kann ihn sich hier ja noch ansehen:
    http://www.youtube.com/watch?v=obrZpPfODTA

  • Rettung für den Feierabend

    Wie jeden Samstag freute ich mich auf das Wochenende. Nur noch den letzten etwas kürzeren Arbeitstag hinter mich bringen und dann endlich einen gemütlichen Abend zu Hause verbringen, Freunde besuchen oder ins Kino gehen ohne den Gedanken im Kopf, morgen wieder früh aus dem Haus zu müssen. Sonntag - ein Wort, das nach einem ausgiebigen Frühstück Faulenzen verspricht, gemütliches Chillen vor dem Fernseher oder einen Spaziergang durch das benachbarte Erholungsgebiet...

    Heute ist Sonntag. Später aufgestanden und wie gedacht, länger gefrühstückt. Dann passierte der allwöchentliche Fehler. Zwischendurch schnell im Büro den PC hochgefahren und nach den Mails geschaut. Dabei fiel mein Blick auf die Ablage neben meinem Schreibtisch und ehe ich noch richtig wahrnahm was ich tat, saß ich schon an der Erledigung meiner Buchhaltung. Flucht hätte keinen Sinn gehabt, da ich von jeher ein Problem mit „unerledigten Dingen im Kopf“ habe. Nebenbei wuselten die Spiderwicks über den Bildschirm und ich unterbrach meine Arbeit nur, um mir eine neue Tasse Kaffee aus der Küche zu holen.

    Jetzt ist es halb Sechs. Meine Arbeit ist getan und es geht endlich in den Feierabend. Mein freies Wochenende dauert also weniger als sieben Stunden wenn ich die Schlafenszeit nicht mitrechne.
    Oft frage ich mich, wie ich meinen Feierabend retten kann. Ich denke, mit der Erledigung meiner Arbeit habe ich es getan denn nur dann kann ich mich entspannt zurück lehnen und die wenige Zeit wirklich genießen.

  • Das Katzenhaus von Falkenberg

    Als Katzenliebhaber dreht sich mir immer das Herz um, wenn ich lesen muss, dass derzeit das Katzenhaus im Falkenberger Tierheim ratzevoll ist. Allein in den letzten drei Wochen gab es fast einhundert Neuzugänge. Ältere Tiere werden einfach gegen jüngere ausgetauscht oder die Halter informierten sich nicht vor der Anschaffung über den Aufwand der Pflege und die Bedürfnisse eines Stubentigers und geben sie dann einfach mal im Tierheim ab. Gelegentlich besuchen wir die Katzen im Tierheim. Wenn ich die Tiere dort sehe, würde ich gern alle mitnehmen, doch da mein Lebensgefährte Allergiker ist, ist das leider nicht möglich. So bleibt mir nur das Schenken von Streicheleinheiten und das Genießen des zufriedenen Schnurrens.
    Der Tierschutzverein fordert schon lange eine Verpflichtung zur Kastration, zumindest von Katzen mit Freigang um der Population Herr zu werden und damit vielen kleinen und älteren Fellträgern ein Aufenthalt oder gar die Endstation in einem Tierheim erspart bleibt. Bis dahin werden wohl noch etliche Katzen im Tierheim abgegeben werden, die mit großen neugierigen Augen die Besucher anschauen und auf eine streichelnde Hand hoffen.

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