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Herzlich Willkommen auf meinem Blog und vielen Dank für Euren Besuch. Auf dieser Seite findet Ihr alle Artikel die ich für die Forumseite des "Berliner Kurier" schreibe und noch manches mehr. Viel Spaß beim Lesen und alles Liebe. Euer Tom
  • Gegen Homophobie und Intoleranz

    Heute fand die Demo gegen Homophobie und Intoleranz in Berlin statt. Die Teilnehmer protestierten gegen den Schwulen- und Lesbenhass und riefen insbesondere die Berliner Moschee-Gemeinden auf, sich für Homosexuelle zu öffnen.
    Während der Demo kam es dennoch zu Ausschreitungen. Einige Passanten und Anwohner warfen Böller in die Demonstranten um ihren Unmut gegenüber Homosexuellen zu äußern. Jeder Böller auf die Teilnehmer der Demo beweist, es gibt viel zu tun. Kein Mensch hat sich seine Sexualität ausgesucht, somit auch kein Hetero. Wie anmaßend kann man sein, seine Art zu Leben für die einzig richtige hinzustellen? Solche Mitbürger ohne den Willen zur Toleranz, die Gleichheit Menschen unterschiedlicher Sexualitäten, Religionen oder Hautfarben zu akzeptieren und Respekt zu zeigen sind für mich zutiefst beschämend.
    Die Menschen müssen begreifen: Es ist kein Verdienst, es ist unser RECHT so zu leben wie wir sind. Ein Recht, das jeder Mensch für sich beanspruchen darf, ganz gleich welche sexuelle Orientierung er oder sie hat.

  • Zurück zu den Wölfen ...und nackt!

    Mitte der Woche sendete die ARD die Neuverfilmung des Romans "Nackt unter Wölfen" von Bruno Apitz. Die Handlung beruht auf einer wahren Geschichte. Ein dreijähriger Junge wird von den Gefangenen des KZ Buchenwald vor der SS versteckt, was ihm letztendlich das Leben rettet.
    Bruno Apitz selbst war derzeit in Buchenwald und schrieb nach seiner Befreiung den Roman der in der DDR Pflichtlektüre in den Schulen war. Die DEFA drehte 1963 aus dem Stoff den bekannten Klassiker. Nun kam eine Neuverfilmung ins Kino und am ersten April aus Anlass der Befreiung der Gefangenen des KZ Buchenwald am 11. April 1945 ins Fernsehen. Die Neuverfilmung ist brutaler, offener und drängt sich dementsprechend ins Bewusstsein des Zuschauers. Geschehnisse, die in der ersten Verfilmung nur "zwischen-szenarisch" erzählt wurden, sieht man nun in Bildern die schockieren. Genau hier liegt das Besondere. In der heutigen Zeit fehlt das wahre Bild für den Zuschauer und es wurde Zeit Dinge beim Namen zu nennen bzw. in Bildern sichtbar zu machen. In Anbetracht der weiter voran schreitenden Aktivitäten der nationalsozialistisch eingestellten Menschen in unserem Land ist es wichtig, gerade ihnen mit ungeschönten Bildern ihr Tun vor Augen zu führen. Den Film konnte ich mir leider nicht ansehen weil ich zu den Menschen gehöre, die zur Sendezeit noch beruflich tätig sind. Meine anfängliche Meinung, ich hätte ja schon das Buch gelesen und den Film von 1963 gesehen habe ich aber inzwischen dahin gehend geändert, die Neuverfilmung doch ansehen zu wollen. Ich habe mir vor ein paar Jahren das ehemalige KZ Buchenwald angesehen und der Besuch dort hat mich tief beeindruckt. Besonders schockierend fand ich die Öfen, in denen die Leichen der getöteten Insassen verbrannt wurden. Ich denke, das die Erinnerung an die grausamen Geschehnisse während der Kriegszeiten wach gehalten werden muss damit so etwas nie wieder geschehen kann. Um bei Bruno Apitz zu bleiben, ich fühlte mich in Buchenwald allein, hilflos wie unter imaginären Wölfen ...und nackt.

  • Leid, Trost und die Frage Warum...

    Wohl kaum jemand kann das Leid erahnen, das in dieser Woche die Angehörigen der Opfer Absturzes der GermanWings-Maschine ertragen müssen. Besonders betroffen macht mich der Tod der Schulklasse aus dem kleinen Ort Haltern am See und die Gesamtheit der Umstände. Schnell ist der Begriff Schicksal im Kopf, wenn ich daran denke, der eine oder andere Schüler können noch leben, wenn das Los für die Teilnahme am Schüleraustausch auf einen anderen Namen gefallen wäre. Die Zahl der Opfer wäre jedoch die gleiche, das Leid hätte nur andere Familien getroffen, Familien die froh sind dass ihr Kind nicht am Schüleraustausch teilnehmen konnte.
    Doch nicht genug dass die betroffenen Familien mit der Tragödie an sich fertig werden müssen. Die Auswertung des Voicerecorders der verunglückten Maschine ergab, das der Absturz durch den Co-Piloten Andreas L. bewusst und in Selbstmordabsicht herbei geführt wurde, auch ergaben die Ermittlungen der Behörden, Andreas L. war eigentlich krank geschrieben und hätte gar nicht fliegen dürfen, was er seinem Arbeitgeber aber verschwiegen hatte. Jede Mutter und jeder Vater fragt sich nun, warum gerade mein Kind wegen der Lebensmüdigkeit eines einzelnen sterben musste. Vielleicht hätte man mit einem technischen Defekt als Ursache eher umgehen können aber so kann es für die Hinterbliebenen wohl kaum Trost geben, nur gegenseitiger Halt hilft Ihnen jetzt in diesen schweren Tagen, Wochen und Monaten.
    Meine Gedanken sind fast immer bei ihnen und ich merke, wie sie Einfluss haben auf meinen Tagesablauf. Gedanken die abschweifen und immer wieder in den französischen Alpen enden mit Bildern im Kopf mit Millionen von Trümmerteilen in den Bergen. Die Gedanken an junge Menschen die nicht erwachsen werden durften und Bilder eines Kerzenmeeres vor der Schule werden mich noch eine ganze Weile beschäftigen.
    Für mich ist es tiefste Betroffenheit, für die Angehörigen viel mehr und Trost wird es wohl unter diesen Umständen niemals für sie geben. Es bleibt mir nur ihnen alles Gute und sehr viel Kraft zu wünschen.

  • Nichts als die Wahrheit

    Nachdem Herr Bachmann nun die Maske vom Gesicht genommen hat müsste jedem Pegida-Demonstranten endgültig klar sein, um was es dieser Gruppierung in Wahrheit geht. Entschuldigungen wegen Unwissenheit gelten nun nicht mehr. Wer jetzt noch mit solchen Leuten mitläuft, weiß warum und für was. Für die Gegendemonstranten und vor allem für die Politik heißt es nun wachsam sein und solche Gruppen nicht zu dulden. Anderenfalls könnte sich die Geschichte Deutschlands wiederholen. Auch vor dem Krieg köderte man das Volk mit propagandistischen Parolen, immer abzielend auf die negativen Zustände. Darin liegt die Gefährlichkeit. Schnell könnte daraus ein Bürgerkrieg werden. Es ist besorgniserregend, welche Ausmaße diese Demonstrationen in unserem Land inzwischen angenommen haben. Sie bringen Deutschland und seine Demokratie nicht weiter, im Gegenteil. Sie führen zu Ausgrenzung der Minderheiten, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Fürsprachen sind nichts anderes als Ausreden und verdeckter Rassismus.

  • Bitte lasst es sein!

    In einer Woche ist es wieder soweit. Weihnachten ist da und das große Schenken geht los. Leider befürchte ich, das es immer noch Menschen gibt, die meinen, Tiere seien ein perfektes Geschenk. Doch jedes Jahr aufs Neue landet ein Großteil der verschenkten Kaninchen, Kätzchen oder Hundewelpen schon kurze Zeit später im Tierheim. Tiere sind Lebewesen. Sie brauchen Pflege, Zeit und kosten darüber hinaus Geld. Liebe Berlinerinnen und Berliner, bitte lasst es sein und verzichtet auf lebendige Geschenke. Nichts ist schlimmer anzusehen als ein trauriges, verstörtes Tiergesicht in einem Tierheim.

  • Ich bin was ich bin und nicht das was andere gern hätten

    Man müsste es eigentlich schon Leid sein, sich immer wieder rechtfertigen zu müssen. Doch noch immer gibt es Menschen auf der Welt die ihre eigenen Auffassungen von Ehe, Familie und sexueller Zugehörigkeit haben. Nicht im entferntesten denken sie darüber nach, dass auch sie selbst sich nicht dazu entschieden haben heterosexuell zu sein, sie waren es einfach. Andere sind schwul, lesbisch oder transsexuell und keiner von ihnen hatte die Wahl sich entscheiden können. Am Samstag las ich im Berliner Kurier einen Bericht über einen jungen Libanesen der nach seinem Coming Out von seiner Familie verstoßen wurde. Mehr noch, sein Onkel übergoss ihn mit Benzin und versuchte ihn anzuzünden. Begründet wurde die Tat damit, schwul zu sein wäre eine Todsünde im Islam. Ein Mord aus falsch verstandener Auffassung von Familienehre ist natürlich gerechtfertigt.
    Noch immer haben viele Menschen in der heutigen Zeit nicht begriffen, das keine Religion der Welt ändern wird, dass man ist was man nun einmal ist.
    Auch ich dachte einmal, ich könnte jemand sein, den andere gern hätten. Es hat nicht funktioniert und nur die anderen werden alten Zeiten nachtrauern. Für mich begann eine neue Zeit und das ist gut so.
    Auch für Sami, der eigentlich gebürtiger Berliner mit libanesischen Eltern ist, beginnt eine neue Zeit und ich möchte ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg wünschen.

  • Worauf man sich nun nicht mehr verlassen kann

    Wenn ich mir etwas über das Internet kaufe, checke ich erst einmal den Preis, den Anbieter und die Käuferbewertungen. Ab heute ist das wohl sinnlos. Das Oberlandesgericht München hat einen Käufer dazu verdonnert eine schlechte Bewertung samt seinem Kommentar dazu wieder zu löschen, der die Folge eines Kaufs bei einem Verkäufer über die Internetplattform eBay war. Wenn ein Käufer innerhalb der Möglichkeiten nicht schlecht bewerten darf ist eine Käuferbewertung sinnlos. Der Kunde wird über Qualität des Produkts und schlimmstenfalls auch über die Seriosität des Anbieters im Unklaren gelassen oder aber sogar getäuscht.
    Es ist mir unverständlich wie ein Gericht zu einer solchen Entscheidung kommen konnte. Für eine Kaufentscheidung braucht man schließlich nicht nur gute und auch nicht nur schlechte Bewertungen. Sie begründet sich auf die Gesamtheit der Bewertungen. Im vorliegenden Fall war Justitia wohl wieder einmal blind.

  • Die scheinheilige Ausschreibung

    Die Ausschreibung des Betriebes des Berliner S-Bahnrings ist gelaufen. Es verwundert nicht, das als einziger Bewerber die Deutsche Bahn übrig blieb. Die Ausschreibung selbst war nur nötig um die rechtliche Form zu wahren. Der Gewinner stand von vorn herein fest.
    Stellt sich die Frage, was sich für den Fahrgast nun zum guten ändern soll. Schließlich war die Ausschreibung eine Folge der Krise in die die S-Bahn wegen technischer Probleme und Misswirtschaft bei der Wartung der Züge geraten war. Die ganze Ausschreibung war also nichts als heiße Luft mit einem gewaltigen Schuss Scheinheiligkeit. Der Zahler der Zeche wird wie immer wieder einmal der Fahrgast sein, denn der braucht nun einmal die S-Bahn.

  • Unfallursache Smartphone

    „Pass doch auf!“ schnauzte mich der junge Mann heute morgen auf der Straße an, als beim Zusammenprall mit ihm sein Smartphone im hohen Bogen über die Straße flog.
    Dabei war er es, der nicht auf die Straße sondern auf sein Telefon sah. Einsicht war fehl am Platz. Schließlich hätte ich ja sehen müssen das er gerade nicht sah wohin er lief. Ich konnte noch froh sein das er nicht handgreiflich wurde. Leider war das kein Einzelfall wie auch die Recherchen der BVG und des Berliner Kuriers ergaben. Immer mehr Leute haben im Straßenverkehr nur ihr Kommunikationsgerät im Blick, nicht aber mehr ihre Umgebung. Es wird immer und überall getippt, im Auto, auf dem Gehweg, auf der Fahrbahn und sogar auf dem Fahrrad. Da stellt sich schon die Frage nach einer Bußgelderhebung. Das scheint mir aber etwas übertrieben. Eine Verwarnung müsste eigentlich ausreichen und ein Bußgeld nur bei Kollisionen mit Mensch, Tier oder Fahrzeug verhängt werden.

  • Die braune Dummheit

    Nun ist es soweit. Im Internet wird zur rechten Randale in Berlin geladen. Ein Fest für braune Dummschwätzer. Offiziell als Demo gegen Salafisten und Islamisten getarnt sind sie auf Krawall und Gewalt aus. Die Demo soll das wahre Motiv vertuschen, minder intelligente Menschen mit braunem Gedankengut zu infizieren. Infiltration mit Hilfe von Schlagzeilen über die Probleme im Land als Deckmantel für die Nazigesinnung. Innensenator Henkel will nun prüfen, ob eine rechtliche Möglichkeit besteht die Demo der gefährlichen Mischung aus Hooligans und Nazis zu unterbinden. Ich kann nur hoffen, das es ihm gelingt. Wir dürfen unsere Stadt nicht der braunen Dummheit überlassen.

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