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Herzlich Willkommen auf meinem Blog und vielen Dank für Euren Besuch. Auf dieser Seite findet Ihr alle Artikel die ich für die Forumseite des "Berliner Kurier" schreibe und noch manches mehr. Viel Spaß beim Lesen und alles Liebe. Euer Tom
  • Der Vatikan und die Homo-Ehe

    Die Niederlage der Menschheit besteht nicht in der Befürwortung der Homo-Ehe, sondern in der Intoleranz und falschen Annahme, die kirchliche Auffassung von Lebensführung sei die einzig richtige. Ausgerechnet der sprichwörtliche Elefant trampelt hier durch den Porzellanladen.
    Ein begeistertes "Hurra" für die irische Volksentscheidung von mir an dieser Stelle!

  • Das Privileg der Ehe und der Familie

    Herr Seehofer will die Ehe und die Familie privilegieren und vergisst dabei, das Homosexuelle bereits Familien gegründet haben und verheiratet sein können. Er privilegiert hier also nicht die Ehe und die Familie, sondern die heterosexuellen Menschen im Ehestand bzw. die heterosexuellen Eltern. Die Diskussion um Homo- oder Hetero ist ein alter Hut und durch keine Ausrede zu rechtfertigen. Es wird Zeit den Kern der Sache zu sehen: Schutz von Ehe und/oder Familie - egal ob hetero- oder homosexuell geprägt.

  • Irland unter dem Regenbogen

    Es geht also auch anders. Irland schreibt die gleichgeschlechtliche Ehe in ihre Verfassung. Für das traditionell katholische Land ist das ein historischer Schritt in die Weltoffenheit und ein sicheres Zeichen für den immer weiter schwindenden Einfluss der Kirche auf die freie Entscheidung des Menschen über sein Leben. Per Volksabstimmung wurde die Verfassungsänderung möglich und das ist eine soziale Revolution. Nicht dass dieses Recht per Gesetz erlaubt wurde, nein, die Menschen Irlands haben über das Recht abgestimmt. Ein klares Ja zur Toleranz, Offenheit und persönlichen Freiheit. Ich bin stolz auf das irische Volk und winke ihnen aus der Ferne mit der Regenbogenfahne zu.

  • Russlands Kurs

    Putin setzt seinen politischen Kurs weiter fort.
    Uneinsichtig widersetzt er sich jeglicher Form einer Demokratie mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln: Das Ausnutzen seiner Position gegen die Rechte und das freie Bestimmen der Menschen im eigenen Land unter Mithilfe seiner Gleichgesinnten. Wieder hat er den Weg für ein Gesetz frei gemacht, das die persönliche Freiheit von Menschen, damit die Individualität und die Demokratie einschränkt. Natürlich ist das Gesetz damit begründet russische Werte aufrecht erhalten zu müssen, eine Definition, welche Organisationen das Gesetz genau benennt gibt es aber offenbar nicht, was theoretisch z.Bsp. auch Menschenrechtsorganisationen wie Frauenrechtsgruppen oder Organisationen die für für die Rechte der LGBT eintreten zum Verhängnis wird. Russland will sich wie eh und je die Macht sichern durch Verbreitung von Angst und Schrecken. Das Mittel in der heutigen Zeit ist der Erlass von fadenscheinigen Gesetzen. Niemand soll rechtliche Möglichkeiten haben, Missstände anzuprangern oder sich für etwas einzusetzen das dem politischen Willen der Machthaber entgegen steht.
    Sicher muss jedem Volk seine eigene Vorstellung von seinem Heimatland zugestanden werden, doch wenn die Vorstellungen des eigenen Volkes von der Mitgestaltung ihres eigenen Landes außen vor bleiben und einige wenige, die die Möglichkeiten haben ihre eigenen Interessen der Welt als Landestradition oder ähnliches verkaufen zu wollen dann stimmt etwas nicht und dann muss die Welt sich solidarisch erklären mit den russischen Menschen die nicht die Möglichkeit haben frei und demokratisch leben zu können weil sie von Gesetzen aus dem eigenen Land diskriminiert werden.

  • Germany...Zero Points

    Es ist schade. Deutschland hat in diesem Jahr das Desaster der Superlative erleben müssen. Kein Land hatte für unseren Song auch nur einen einzigen Punkt übrig. Man darf natürlich spekulieren, an was oder wem es gelegen hat. Am Ergebnis ändert das nichts mehr.
    Dabei war der diesjährige Songcontest ein Highlight. Ein Feuerwerk aus Licht, Farben und Effekten brachte jeden Beitrag perfekt zur Geltung. Selten war ich so gefangen und bis auf wenige Beiträge waren die Acts sehr gut. Mein Favorit war allerdings nicht Schweden sondern Estland. Auch Serbien überraschte und begeistert war ich von Loic Nottet aus Belgien.
    Das Musikereignis des Jahres machte definitiv Lust auf das nächste Jahr und die CD steht selbstverständlich nächste Woche in meinem Regal.

  • Gegen Homophobie und Intoleranz

    Heute fand die Demo gegen Homophobie und Intoleranz in Berlin statt. Die Teilnehmer protestierten gegen den Schwulen- und Lesbenhass und riefen insbesondere die Berliner Moschee-Gemeinden auf, sich für Homosexuelle zu öffnen.
    Während der Demo kam es dennoch zu Ausschreitungen. Einige Passanten und Anwohner warfen Böller in die Demonstranten um ihren Unmut gegenüber Homosexuellen zu äußern. Jeder Böller auf die Teilnehmer der Demo beweist, es gibt viel zu tun. Kein Mensch hat sich seine Sexualität ausgesucht, somit auch kein Hetero. Wie anmaßend kann man sein, seine Art zu Leben für die einzig richtige hinzustellen? Solche Mitbürger ohne den Willen zur Toleranz, die Gleichheit Menschen unterschiedlicher Sexualitäten, Religionen oder Hautfarben zu akzeptieren und Respekt zu zeigen sind für mich zutiefst beschämend.
    Die Menschen müssen begreifen: Es ist kein Verdienst, es ist unser RECHT so zu leben wie wir sind. Ein Recht, das jeder Mensch für sich beanspruchen darf, ganz gleich welche sexuelle Orientierung er oder sie hat.

  • Zurück zu den Wölfen ...und nackt!

    Mitte der Woche sendete die ARD die Neuverfilmung des Romans "Nackt unter Wölfen" von Bruno Apitz. Die Handlung beruht auf einer wahren Geschichte. Ein dreijähriger Junge wird von den Gefangenen des KZ Buchenwald vor der SS versteckt, was ihm letztendlich das Leben rettet.
    Bruno Apitz selbst war derzeit in Buchenwald und schrieb nach seiner Befreiung den Roman der in der DDR Pflichtlektüre in den Schulen war. Die DEFA drehte 1963 aus dem Stoff den bekannten Klassiker. Nun kam eine Neuverfilmung ins Kino und am ersten April aus Anlass der Befreiung der Gefangenen des KZ Buchenwald am 11. April 1945 ins Fernsehen. Die Neuverfilmung ist brutaler, offener und drängt sich dementsprechend ins Bewusstsein des Zuschauers. Geschehnisse, die in der ersten Verfilmung nur "zwischen-szenarisch" erzählt wurden, sieht man nun in Bildern die schockieren. Genau hier liegt das Besondere. In der heutigen Zeit fehlt das wahre Bild für den Zuschauer und es wurde Zeit Dinge beim Namen zu nennen bzw. in Bildern sichtbar zu machen. In Anbetracht der weiter voran schreitenden Aktivitäten der nationalsozialistisch eingestellten Menschen in unserem Land ist es wichtig, gerade ihnen mit ungeschönten Bildern ihr Tun vor Augen zu führen. Den Film konnte ich mir leider nicht ansehen weil ich zu den Menschen gehöre, die zur Sendezeit noch beruflich tätig sind. Meine anfängliche Meinung, ich hätte ja schon das Buch gelesen und den Film von 1963 gesehen habe ich aber inzwischen dahin gehend geändert, die Neuverfilmung doch ansehen zu wollen. Ich habe mir vor ein paar Jahren das ehemalige KZ Buchenwald angesehen und der Besuch dort hat mich tief beeindruckt. Besonders schockierend fand ich die Öfen, in denen die Leichen der getöteten Insassen verbrannt wurden. Ich denke, das die Erinnerung an die grausamen Geschehnisse während der Kriegszeiten wach gehalten werden muss damit so etwas nie wieder geschehen kann. Um bei Bruno Apitz zu bleiben, ich fühlte mich in Buchenwald allein, hilflos wie unter imaginären Wölfen ...und nackt.

  • Leid, Trost und die Frage Warum...

    Wohl kaum jemand kann das Leid erahnen, das in dieser Woche die Angehörigen der Opfer Absturzes der GermanWings-Maschine ertragen müssen. Besonders betroffen macht mich der Tod der Schulklasse aus dem kleinen Ort Haltern am See und die Gesamtheit der Umstände. Schnell ist der Begriff Schicksal im Kopf, wenn ich daran denke, der eine oder andere Schüler können noch leben, wenn das Los für die Teilnahme am Schüleraustausch auf einen anderen Namen gefallen wäre. Die Zahl der Opfer wäre jedoch die gleiche, das Leid hätte nur andere Familien getroffen, Familien die froh sind dass ihr Kind nicht am Schüleraustausch teilnehmen konnte.
    Doch nicht genug dass die betroffenen Familien mit der Tragödie an sich fertig werden müssen. Die Auswertung des Voicerecorders der verunglückten Maschine ergab, das der Absturz durch den Co-Piloten Andreas L. bewusst und in Selbstmordabsicht herbei geführt wurde, auch ergaben die Ermittlungen der Behörden, Andreas L. war eigentlich krank geschrieben und hätte gar nicht fliegen dürfen, was er seinem Arbeitgeber aber verschwiegen hatte. Jede Mutter und jeder Vater fragt sich nun, warum gerade mein Kind wegen der Lebensmüdigkeit eines einzelnen sterben musste. Vielleicht hätte man mit einem technischen Defekt als Ursache eher umgehen können aber so kann es für die Hinterbliebenen wohl kaum Trost geben, nur gegenseitiger Halt hilft Ihnen jetzt in diesen schweren Tagen, Wochen und Monaten.
    Meine Gedanken sind fast immer bei ihnen und ich merke, wie sie Einfluss haben auf meinen Tagesablauf. Gedanken die abschweifen und immer wieder in den französischen Alpen enden mit Bildern im Kopf mit Millionen von Trümmerteilen in den Bergen. Die Gedanken an junge Menschen die nicht erwachsen werden durften und Bilder eines Kerzenmeeres vor der Schule werden mich noch eine ganze Weile beschäftigen.
    Für mich ist es tiefste Betroffenheit, für die Angehörigen viel mehr und Trost wird es wohl unter diesen Umständen niemals für sie geben. Es bleibt mir nur ihnen alles Gute und sehr viel Kraft zu wünschen.

  • Nichts als die Wahrheit

    Nachdem Herr Bachmann nun die Maske vom Gesicht genommen hat müsste jedem Pegida-Demonstranten endgültig klar sein, um was es dieser Gruppierung in Wahrheit geht. Entschuldigungen wegen Unwissenheit gelten nun nicht mehr. Wer jetzt noch mit solchen Leuten mitläuft, weiß warum und für was. Für die Gegendemonstranten und vor allem für die Politik heißt es nun wachsam sein und solche Gruppen nicht zu dulden. Anderenfalls könnte sich die Geschichte Deutschlands wiederholen. Auch vor dem Krieg köderte man das Volk mit propagandistischen Parolen, immer abzielend auf die negativen Zustände. Darin liegt die Gefährlichkeit. Schnell könnte daraus ein Bürgerkrieg werden. Es ist besorgniserregend, welche Ausmaße diese Demonstrationen in unserem Land inzwischen angenommen haben. Sie bringen Deutschland und seine Demokratie nicht weiter, im Gegenteil. Sie führen zu Ausgrenzung der Minderheiten, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Fürsprachen sind nichts anderes als Ausreden und verdeckter Rassismus.

  • Bitte lasst es sein!

    In einer Woche ist es wieder soweit. Weihnachten ist da und das große Schenken geht los. Leider befürchte ich, das es immer noch Menschen gibt, die meinen, Tiere seien ein perfektes Geschenk. Doch jedes Jahr aufs Neue landet ein Großteil der verschenkten Kaninchen, Kätzchen oder Hundewelpen schon kurze Zeit später im Tierheim. Tiere sind Lebewesen. Sie brauchen Pflege, Zeit und kosten darüber hinaus Geld. Liebe Berlinerinnen und Berliner, bitte lasst es sein und verzichtet auf lebendige Geschenke. Nichts ist schlimmer anzusehen als ein trauriges, verstörtes Tiergesicht in einem Tierheim.

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